Montag, 20. November 2017

Zwischenräume ...

Drucken, Malen, Sticken, Nähen auf Stoffen mit Erinnerungswerten.


Mein erster Versuch für Zwischenräume nach der nebenliegenden Zeichnung... Aber ich verwende doch lieber die großen Steine.


Diese Ecke mag ich besonders. Samen sind zufällig auf den Stoff gefallen, als ich mit einem trockenen Ast drucken wollte... Daraufhin habe ich die winzigen Samenkörner mit kleinen Stichen fixiert.




In meinem Stofffundus kamen mir zufällig ein paar 'alte' Stoffe in die Hände, die für mich großen Erinnerungswert haben. 

Darauf habe ich mit Acrylfarben gemalt, mit Schablonen gedruckt, Samen aufgestickt und gepatcht. 

Was draus wird? Ich werde den Entwurf jetzt erst ein Weilchen an der  Wand begutachten und überlegen ob ich die Ausschnitte so belassen will. 

Sonntag, 19. November 2017

Falsche Unis und ein wenig Shibori

Färben eines recht beachtlichen Stoffvorrats und ein wenig Shibori ... 


Das Wochenende im August, das ich im Atelier von Gabi Tisch zum Färben verbrachte, liegt schon etwas zurück. Trotzdem möchte ich euch heute die Stoffe zeigen, die dabei entstanden sind.

Ich habe in den letzten bestimmt fünf Jahren sehr wenig gefärbt, alle meine Vorräte waren geschrumpft und die Lust wuchs, mal wieder mit anderen begeisterten Frauen zwei Tage in Farben zu schwelgen...

Hier sehr ihr meine Ergebnisse. Insgesamt habe ich fast 50 Meter Popeline gefärbt. Und mich tagelang nach dem Auswaschen und Trocknen und Bügeln und Falten und Sortieren an den Farben gefreut!





Und ein wenig Shibori am zweiten Tag...

... die Zeit ist ein komisches Ding ...

Wie vergeht die Zeit so schnell! Oder bin ich es, die nicht genau genug hinfühlt?

Gedanken zum Wochenendausklang ...


Jetzt ist bereits die Mitte des Monats November überschritten, die Adventszeit steht vor der Tür und ehe man sich versieht ist Weihnachten da und auch schon wieder vorbei und das Neue Jahr beginnt. 

Der November ist ein trüber und melancholisch machender Monat. Grau, nebelig, kalt und wenig schön. Sagt man ... Und ja, ich könnte auch etwas mehr Wärme vertragen, etwas mehr Sonne. Und ja, ich mag diese Zeit trotzdem irgendwie. Sie bringt mich zum Nachdenken, verlangsamt mich. 

Heute denke ich aus einem mir noch unbekannten Grund über die Zeit nach.

Die Zeit ist ein komisches Ding, denke ich. Ich sitze hier und mein Denken und Fühlen sagt mir, sie rast. Wo bleibt sie, die Zeit? Sie fliegt nur so vorbei und ich habe kaum Gelegenheit innezuhalten und mich an den Dingen zu freuen, die mir begegnen.


Und doch - wenn ich ganz genau hinspüre, dann ist es anders. Es ist so vieles geschehen, ich habe so viel Schönes erlebt. Besondere Begegnungen und Erfahrungen - ich habe dazu gelernt! Da zu sagen, die Zeit rast vorbei und es bleibt für mich 'keine Zeit' ... hmm. Meine Zeit ist angefüllt mit Erlebnissen und ich habe die Aufgabe, mir dessen bewusst zu werden. Zu genießen! Ich kann durch bewusstes Nachdenken die Zeit verlangsamen. Mein bewusstes Fühlen macht es möglich. Ich nehme mir zu selten Zeit dafür.


Wie oft erwische ich mich, dass ich meine mindestens zwei Dinge gleichzeitig tun zu müssen! Schon am Morgen geht es los: Zähneputzen mit der linken Hand und noch schnell mit der rechten die Haare gebürstet oder ... Beim Zeitunglesen trinke ich den ersten Kaffee - das gehört zusammen und doch merke ich oft gar nicht, dass ich trinke, erst, wenn die Tasse leer ist. So geht es den ganzen Tag hindurch weiter. Im Beruf oft ein Muss, im Privaten aus der Gewohnheit heraus ohne nachzudenken weitergemacht.

Es ist umgekehrt verdammt schwer, sich selbst zu disziplinieren, im sog. Hier und Jetzt zu bleiben und nicht schon in Gedanken beim nächsten Thema, beim nächsten Termin, bei der ständigen Überlegung "was kommt gleich"... 

Nur eine einzige Sache zur Zeit zu tun, nicht mit den Gedanken abschweifen, ganz den Moment erleben - mir gelingt das nur selten.



Im Wald ist es möglich. Besonders in so schönen Momenten wie diesem, den eine Freundin für mich fotografiert hat an einer Stelle, die wir beide sehr mögen. Ich saß derweil im Büro und habe wieder mehrere Dinge gleichzeitig gemacht... 

Kennt ihr das: Im Wald laufen, die Gedanken schweifen lassen - in weite Ferne, zu Menschen, Situationen, die waren oder noch kommen. Und dann ist er da, der wirklich bewusste Augenblick: Gucken - Spüren - und nur im raschelnden Laub stehen und die Sonne zwischen den Bäumen untergehen sehen...

Das nehme ich mir für die nächsten Tage vor, mehr in mein Leben zu lassen! Und wenn es nicht im Laub stehend sein kann, dann mit einem bewussten Blick aus dem Fenster und ein paar Minuten ganz für mich und mit mir.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen und bewussten Wochenendausklang und einen guten Start in die neue Woche.

Martina



Montag, 22. Mai 2017

... mit den Augen nähen - füllt nicht den Kleiderschrank, macht aber manchmal auch sehr glücklich...

Gedanken ...

Kennt ihr das? Da gibt es ein Stündchen Müßiggang, eine Tasse Kaffee oder Tee stehen auf dem Tisch in meinem Nähzimmer, daneben der gemütliche Sessel für die vielen letzten Stiche von Hand, die Sonne blitzt herein und eigentlich habe ich noch ein begonnenes Projekt neben der Nähmaschine liegen. Eigentlich. Die Zeit ist für ein ausführliches "Wieder-hineindenken" fast zu kurz, die Begeisterung für ein paar wenige Stiche eher klein, die Lust auf Nähen ungebrochen und die Freude in meinem kreativen und inspirierenden Chaos zu sitzen nach wie vor groß.

Es gibt nicht viel, das mich so ins Schwärmen bringt: Ich liebe die klassischen, handwerklichen Nähschritte, ich mag es ein genähtes Werkstück in die Hände zu nehmen, es hin und her zu wenden, mir die Nähte anzuschauen, besondere Stellen wie Tascheneingriffe oder Randlösungen mit den Augen in ihrer Entstehung Schritt für Schritt nachzuverfolgen. Das kann fast genau so befriedigend sein wie das Nähen selbst - herausfinden WIE etwas genäht wurde, welche Schritte und in welcher Reihenfolge notwendig waren, um zu diesem oder jenem Ergebnis zu gelangen.

Fast ebenso viel Spass macht es mir auch, in alten Heften zu stöbern, längst vergessene Anleitungen zu lesen, die Konstruktionszeichnungen genau zu studieren und ganz tief in die Bilder hineinzusehen. Was liegt da näher, als mit der duftenden Tasse Kaffee in der einen Hand, mit der anderen in ein paar Heften zu blättern und mit den Augen zu nähen ... Beim Durchblättern der alten BurdaStyle-Hefte habe ich im Geiste schon viele Kleider genäht - auch wenn der Kleiderschrank davon nicht voller wird, ich fühle mich danach oft sehr frisch und erholt ...

Ich blättere ein altes Heft durch, manchmal schon zum x-ten Male. Darin finden sich viele Modelle, die überblättere ich einfach, weil sie Modeerscheinungen sind oder mir schlicht nicht gefallen. Manche Modelle passen vom Schnitt her nicht zu mir, manche nicht in meinen Kleiderschrank, manche an diesem Tag einfach nicht zur aktuellen Stimmung oder Jahreszeit. Dann sind da aber auch die Dauerbrenner-Teile, an denen bleibe ich jedesmal beim Durchblättern eines Heftes hängen! Die gefallen mir genau so gut wie am ersten Tag. 

Meine Fantasie beginnt zu arbeiten: im Geiste suche ich schon nach einem passenden Stoff, überlege, ob ich Schuhe dazu habe, welche Jacke oder welches Oberteil passen würden. Und dann "nähe" ich dieses Kleid aus einem der wohlgehüteten Stoff-Schätze, manchmal gleich aus zwei verschiedenen Stoffen, weil ich mich nicht entscheiden kann. Zuvor durchsuche ich aber noch die Anleitung nach möglichen Problemen oder kniffligen Stellen bei der Fertigung, löse diese im Geiste, bin jetzt endlich soweit, dass ich aus dem bequemen Sessel aufstehen will (der Kaffee ist leer - oder kalt), um das Schnittmusterpapier auszurollen, den Schnittbogen aus dem Heft zu lösen und beginnen möchte die passende Größe zu übertragen --- fast ... 

Denn in diesem Augenblick bemerke ich, dass die Zeit der Muße, abseits des Alltags und der Hetze vorbei ist, dass keine Zeit mehr für Träume und alte Hefte bleibt, die Realität mich zurück ruft - ich klappe das Heft zu, markiere mir (für später) noch schnell mit einem Postit die Seite, schreibe in schönen Lettern auf den aus dem Heft herausschauenden Papierstreifen noch: "Etuikleid, Modell XY, aus dem blauen Baumwollsatin oder der schwarzen Wildseide nähen". Dann klappe ich das Heft nun wirklich zu, stecke es zurück in den Stehsammler mit den Heften von 2014 und 2015 (oder sind eure Hefte auch manchmal noch älter?), gehe in Gedanken versunken in die Küche, wo ein weiteres Projekt auf mich wartet, das zumindest in der nächsten Stunde ebenfalls meine volle Aufmerksamkeit verdient: das Abendessen.

... immer wieder montags ... Sommer - Tasche

Hier meine heutige

      ... immer wieder montags ... Sommer - Tasche

Hier eine Tasche, die ich in diesem Jahr schon einige Male genäht habe... 
Praktisch und wie ich finde schön zugleich.


Es passt sehr gut ein A4-Formal hinein. Ich kann also ganz bequem meinen Ordner und auch ein paar Hefte darin transportieren.
Genäht habe ich dieses Modell aus Leinen. Im oberen Teil habe ich bedrucktes Leinen verwendet, unten ein altes Bauernleinen in blauem Karo.


Innen hat das gute Stück ein kariertes Baumwollfutter. Eine Innentasche und ein Schlüsselband helfen das Chaos in Grenzen zu halten.


Außen habe ich noch eine Reißverschlusstasche eingearbeitet. Die Mühe lohnt sich. Ich nutze diese Tasche viel und gerne. Und HIER geht es zur Anleitung.


So sieht die Tasche übrigens in einem Batikstoff aus...

Montag, 15. Mai 2017

... immer wieder montags ... Konstruktion eines Grundschnittes für eine Kosmetik - Tasche

Hier meine heutige

      ... immer wieder montags ... - Tasche
... das kannst du auch ...

Wie viele Schnitte von Taschen und Täschchen habt ihr so in eurem Näh-Leben schon aus Heften herauskopiert? Und dann doch sehr oft feststellen dürfen: "Diesen Schnitt habe ich so oder so ähnlich schon..."

Ich möchte euch heute zeigen, dass es kein Hexenwerk ist, selbst einen Grundschnitt für eines der gängigsten Taschenmodelle herzustellen und diesen Grundschnitt dann je nach Bedarf (oder manchmal auch nach der Größe des Reststoffes) anzupassen oder abzuwandeln.

Patchwork-Oberteile und Sweatshirts

... ich habe mich hier bei Zwischenmass für das Probenähen einer Bluse beworben. Das hat dazu geführt, dass ich in meinen Fotos gestöbert habe - Fotos von Oberteilen, die ich mal genäht habe.

Genäht habe ich schon immer und auch sehr viel. Ich hab nicht immer alles fotografiert. Oft waren die Kleider noch warm vom unter den Presserfuß legen, vom zarten Bewegen, um die schönsten Nähte zu erzielen, vom Falten, Stecken und all den kleinen Handgriffen, die frau so erledigt auf dem Weg hin zu einem Kleidungsstück -  da ist nicht immer Zeit auch noch ein Foto zu machen - vor allem, wenn ungeduldige Töchter daneben stehen und "ihr" Teil ganz schnell haben möchten ...

Doch, einiges gibt es, das ich festgehalten habe... Hier meine Shirts, die ich heiß und innig liebe und zu allen Gelegenheiten getragen habe.

Montag, 8. Mai 2017

... immer wieder montags ... - Log Cabin-Tasche

Hier meine heutige

      ... immer wieder montags ... - Tasche




Eine Log Cabin-Tasche aus zwei Halbkreisen mit einem meiner liebevoll gesammelten Motivstoffe als Mittelquadrat.

Dienstag, 2. Mai 2017

Ich habe nicht alle Tassen im Schrank ...



Mein liebster Mann würde nie sagen, dass ich spinne ... manchmal denkt er es, aber im Grunde seines Herzens trägt er meine kleinen Spleens mit Größe und sehr viel Liebe. So auch meine Leidenschaften für schönes Geschirr.

Ich habe meine Dibbern-Sammlung aufgebaut, um zu gucken, was ersetzt oder ergänzt werden muss, wenn wir demnächst in Richtung Karlsbad aufbrechen und mich der Weg wie von selbst durch Hohenberg an der Eger führt...

Ich liebe die wunderschönen Farben des Solid Colors, die vielen Möglichkeiten des Kombinierens, nach Laune, Anlass oder Jahreszeit. Ich sammle dieses Geschirr schon sehr lange, habe auch alle Teller durchgefärbt (die Teller gab es erst später mit Fahne) und freue mich immer wieder daran.

Montag, 1. Mai 2017

... immer wieder montags ... - Frühlings-Taschen


... ich habe mir vorgenommen, euch meine Projekte in regelmäßiger Folge 


... zu zeigen,

... sie mit euch zu teilen,

... euch die eine oder andere Anleitung zukommen zu lassen,

... euch auf Ideen zu bringen,

... mit euch in einen Austausch zu kommen,

... und von euch Rückmeldung zu bekommen.



Hier also meine ersten

      ... immer wieder montags ... - Taschen

Ich habe sie gestern in der Sonne fotografiert - heute ist es hier auf unserem Balkon mehr als trübe ...

Sonntag, 30. April 2017

Buchempfehlung: Bernadette Mayr - Patchwork Natur

Halte noch ganz druckfrisch duftend das neue Buch von Bernadette Mayr in den Händen ...


Patchwork Natur  - farbintensive Muster in freier Schneidetechnik

Auf dieses Buch habe ich mich gefreut und es mir zum Geburtstag gewünscht - und auch bekommen.

Ich kenne alle ihre Bücher und mag die Art wie sie Wege aufzeigt, mit Farben, Formen und dem uns allen oft sehr vertrauten Patchwork-Handwerk unsere Ideen und Vorstellungen in eigene Quilts oder kleinere Projekte umzusetzen. Dabei ist immer viel Raum für die eigene Handschrift.

Bernadette ist eine versierte und handwerklich perfekte Quiltkünstlerin, die konsequent ihren eigenen Stil weiterentwickelt hat. Sie teilt ihre Anleitungen in einzelne Lektionen auf, die jede für sich stehen können und entweder in die farbenfrohen Projekte des Buches umgesetzt oder aber in eigene eigebaut werden können.

Schon diese Lektionen lohnt es "abzuarbeiten". Frau braucht kein konkretes Ziel, um an der freien Schnitttechnik Spass zu haben und etwas dazuzulernen - warum nicht mal ein "Musterbuch", eine Ideensammlung aus all den Lektionen erstellen?  Bernadette zeichnet liebevoll die Schritt-für-Schritt-Bilder und hat auf fast jeder Seite einen Tipp, der auch für erfahrene Quilterinnen manchmal etwas Neues bietet. Die Bilder ihrer Quilts - Schmetterlinge, Muscheln, Schnecken, Wald, Wiesen und Pflanzen sind wunderschön. Ich mag die Geschichte der Eisblumen besonders gerne - wer kann schon von sich behaupten, dass er an seinem Küchenfenster die Außentemperatur im Winter an der Größe der Eisblumen ablesen kann?

Einige ihrer früheren Bücher sind bereits vergriffen, ein paar noch erhältlich - in meinem Bücherregal stehen sie in der Abteilung "guter Kauf - auch nach Jahren noch schön und inspirierend!"

Mein Tipp: Kaufen, Tee kochen und auf der Terrasse oder dem Balkon mit dem Blick in die Natur durchblättern und genießen!



Glückskekse - kleines Geschenk für liebe Menschen ...

Es gibt im Netz viele Bilder zu Glückskeksen, die man selbst backen oder auch nähen kann. Vor längerem habe ich für mich eine eigene Version gebastelt, nach der ich gerne Glückskekse herstelle. Vielleicht habt ihr Lust, auch ein paar Kekse zu nähen?

Ich lege gerne ein paar Glückskekse zu meinem Päckchen dazu - die kommen immer prima an.

Die Kekse finden dann manchmal im Kinderzimmer ihre weitere Verwendung im Kaufladen oder der Kinderküche. Oder sie bilden in einer Schale einen hübschen Blickfang...


In meinem Arbeitszimmer habe ich eine Box mit bereits genähten Glückskeksen, daraus kann ich die farblich zum Geschenk passenden Kekse aussuchen. 

Glückskekse nähen hilft Aufräumen :-)

Mein Tipp: wenn ihr mit einem Projekt fertig seid, näht aus den Resten ein paar Glückskekse! Die Reste reichen für ein paar Kreise und fliegen nicht mehr ungenutzt herum ... Und ihr habt immer eine kleine selbstgemachte Beigabe zu euren Geschenken.

Glückskekse sehen auch in einem Bonbonglas toll aus. Und wenn ihr Geld verschenken möchtet, sind die Kekse auch dafür geeignet. Wir hatten vor einiger Zeit ein Glas mit Glückskeksen gefüllt, das mit Wünschen zum Examen und auch mit Geldscheinen bestückt war. Das kam sehr gut an!



Und hier meine Kurzanleitung für euch:

Freitag, 28. April 2017

Kulturbeutel - eine Tasche für Birgit

Heute zeige ich euch das Projekt "eine Tasche für Birgit". Ein paar Fotos sind während des Nähens entstanden, darauf kann man recht gut erkennen wie ich vorgegangen bin.

Ich arbeite fast immer frei nach meinen eigenen Ideen, die durch die vielen Bilder und Anregungen, die ich auf meinen Reisen durch die verschiedenen Blogs und Seiten des Internets ergänze. Ich zeichne zunächst eine kleine Skizze, die mich durch ein Projekt begleitet.

Sonntag, 23. April 2017

Fenster

Ich habe bei Müllerinart eine so schöne Idee gefunden - das lässt mich nicht mehr los - in Gedanken gehe ich meine Fotos, meine Quilts durch und finde Fenster ...

Hier ein Fundstück aus unserem Urlaub in der Bretagne:

Und noch schöner ist dieser Muster-Mittwoch mit vielen Ideen von BloggerInnen zum Thema Fenster. Ich werde jetzt gleich nicht mehr nur im Geste sonder ganz real und praktisch meine Sammlungen durchforsten und euch dann heute Abend "meine Fenster" zeigen... Die ich, wenn ich das hinbekomme (hab ich nämlich noch nie gemacht) auch bei der Müllerin verlinken werde...

Freitag, 21. April 2017

Erinnerungen - Color Improvisation I 1998 (!)

In alten Musterbüchern blättern - Aufzeichnungen von längst vergangenen Kursen noch einmal nachlesen ... Genau das habe ich getan und festgestellt, dass es fast 20 Jahre her ist, dass ich in Konstanz meinen ersten Kurs bei Nancy Crow besucht habe.

Was eine lange Zeit!


Seitdem schmücken einige der aus dieser Klasse entstandenen Quilts unser Haus.
Mir war gar nicht bewusst, dass diese "Mitbewohner" schon so lange mein Leben begleiten...

Ich bin ganz beeindruckt, wie sorgfältig ich damals meine Kurs-Aufzeichnungen aufbereitet und mit Zeichnungen versehen habe!
Ausschnitte aus meinen Mitschriften möchte ich euch gerne zeigen. Habt ihr auch solche Kursbücher, in die ihr quasi wie in einem Tagebuch eure Erfahrungen, Eindrücke und die neu gelernten Erkenntnisse sichert? 

Mittwoch, 19. April 2017

Color Improvisation 2 - Ausstellung ist jetzt in Heidelberg

Seit dem Sonntag vor Ostern, dem 09.April sind die wundervollen Quilts der Ausstellung "Color Improvisation2" nun in Heidelberg, in der Textilsammlung Max Berk, zu sehen.

Im Museum hängen die 40 Quilts teilweise sehr dicht nebeneinander, trotzdem kann man/frau in den meisten Fällen die textilen Werke gut betrachten.

Zur Eröffnung in Heidelberg hat Heide Stoll-Weber eine sehr schöne Einführung gehalten, die die Entstehung dieser von Nancy Crow kuratierten Ausstellung, die Bedingungen, die an eine Teilnahme geknüpft waren,  und vor allem den Schaffensprozess der Quilts beleuchtete.

Die Quilts sind alle etwa 200 x 200 cm groß. 


Dienstag, 18. April 2017

"Endlich Frühling ..." - Neue Kissen für das Sofa: aus Wildseide mit Stoffdruck

Das Frühjahr ruft nach frischen Farben! Das Sofa brauchte ein paar neue Kissen.
Ich hatte noch einige Wildseiden im Fundus und es fanden sich sogar noch einige Stoffe, die ich gefärbt und bedruckt habe, und zwar schon vor einigen Jahren hier im Atelier Tisch. Dort kann frau wunderbar ihren Stoffvorrat ergänzen und Techniken neu lernen, auffrischen oder einfach in netter Runde gemeinsam anwenden. Ach, ich sollte mich mal wieder anmelden. 
Ich hatte diese Stoffe ganz vergessen und sie bei meiner Frühjahrs-Räum-Welle in die Hände bekommen... Jetzt gefallen sie mir richtig gut. Ich erinnre mich, dass ich damals etwas skeptisch war.

Ich habe aber nicht nur Wildseidenkissen genäht. Da mein Liebster ja auch was "Praktisches" für den Abend zum "unter-den-Kopf-legen" braucht, habe ich auch zwei schlichte Kissen genäht, die Knautschen und Knuffen verzeihen und die sich schnell mal durchwaschen lassen.
Hier sehr ihr die Details der bedruckten Stoffe (mit Glitzerpaste und Schablonen) in der Kombination mit den edlen Wildseiden. Zur Stabilisierung habe ich alle Kissenplatten mit dünnem Vlies hinterlegt und auf Baumwollstoff montiert und dann gequiltet. Und natürlich sind alle Kissen mit einem Reißverschluss zu öffnen bzw. zu schließen.

Meine Entwürfe habe ich mit Filzstiften auf ein altes Kalenderblatt gemalt - das ist sehr hilfreich, da ich eine Weile an den Kissenplatten gearbeitet habe. Inzwischen mache ich für fast alle meine Projekte Skizzen oder bei komplexeren Stücken auch mehrseitige Entwürfe mit Text zu meinen Ideen und aufgeklebten Stoffmustern.
Entwürfe

Montag, 17. April 2017

"Ich nähe seit ich denken kann ... "

Das war immer meine Antwort auf die Frage "Seit wann ...?" - Richtig ist aber wohl eher die Antwort "Schon immer, damit ich denken kann ..."

Wann immer in mein Leben etwas Neues trat, Veränderungen bevor standen oder eine Krise sich ankündigte, ich habe in diesen Zeiten viel genäht, um meine Gedanken zu sortieren, um Ruhe zu finden - und manchmal waren auch Antworten auf offene Fragen dabei.

Nähen hilft.

Nähen ist schön.

Nähen schafft etwas Bleibendes.

Deshalb beginne ich mit einem neuen Blog, in dem ich euch meine Werke, meine geplanten oder bereits angefangenen Werkstücke und auch Techniken zeigen möchte. Patchwork, Quilting, aber auch fast jede andere textile Technik ist mir vertraut und ich verwende sie oft und gerne in meinen Arbeiten. Ich nähe Kleidung, oft nach Burda-Schnitten (auch wenn ich inzwischen von der Qualität der Schnittmuster in der burdastyle nicht mehr 100%ig überzeugt bin - wie seht ihr das?), manchmal baue ich mir eigene Schnitte, aber das ist sehr zeitaufwändig und nicht immer von Erfolg gekrönt.

Ich mache aber auch viel "mixedmedia" - also, wenn man das Wort auf das anwenden darf, was ich tue: mischen aller Techniken, um dann zum gewünschten Ergebnis zu kommen.

Filzen, nass oder mit der Nadel und auch einer Maschine (ich habe die Embellisher von Pfaff), Sticken, Stricken, Häkeln, ...

Martina näht wieder!